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Nackt-Wandern ist kein Menschenrecht

Der Brite Stephen Peter Gough hatte 2003 eine Idee. Es wär doch super einmal die ganze britische Insel von Süd nach Nord zu durchwandern….

und zwar nackt!

Also lief er los, aber die Wanderung war dann überraschend schnell vorbei. Die Polizei hielt dies nämlich für einen Fall von Exhibitionismus. Aber der gute Mann lies nicht von seinem Plan und marschierte weiter, natürlich nackt. Das Spiel wiederholte sich runde 30 Mal, Zwischen den „Wanderungen“ allerdings verbrachte „the nacked rambler“(der nackte Wanderer), wie ihn die Briten zwischenzeitlich tauften, mehr als sieben Jahre hinter Gittern.

Wegen seiner Veurteilungen klagte er beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrecht. Seiner Ansicht nach habe der britische Staat sein Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt.

Die Straßburger Richter  billigtem ihm sogar zu, dass „öffentliche Nacktheit“ eine Art der Meinungsäußerung sein könne. Was Sie ihm aber nicht zubilligen wollten war, dass er sich mit seinem Verhalten gleichzeitig  über die Gefühle anderer hinwegsetzt, die dies als schockierend oder verletzend empfinden. Toleranz ist nunmal keine Einbahnstraße.

Quelle: Welt Online

ps. bei uns wäre die Sache genauso strafbar, aber nicht wenn Stephanie auf Wanderschaft ginge.